Ratgeber Gesundheit | Wirbelsäulenoperationen … 80 Prozent komplett überflüssig

Ratgeber Gesundheit |  In Deutschland wird zu viel operiert ! Auf 1.000 Einwohner kommen in der Bundesrepublik 240 Klinikaufenthalte, der Durchschnitt liegt gerade einmal bei 155. In den Industriestaaten wird Deutschland nur von Österreich geschlagen – dort kommen auf 1.000 Einwohner 261 Klinikaufenthalte.

Bei den Herzkreislaufbehandlungen und den Hüftoperationen liegt die Bundesrepublik auf Rang eins, bei den Krebstherapien in der Klinik auf dem zweiten Platz. Die Belege für einen Trend hin zu einer massiven Zunahme an Operationen und Krankenhausbehandlungen mehren sich:  Im Krankenhausreport der AOK,  in dem es unter anderem heißt, dass 2011 die Zahl der stationären Behandlungen gegenüber 2007 um circa 1,5 Millionen Fälle zugenommen hat. Außerdem hat sich zwischen 2005 und 2010 die Zahl allein der Wirbelsäulenoperationen mehr als verdoppelt. In absoluten Zahlen ausgedrückt werden in Deutschland pro Jahr rund 400.000 Eingriffe am Rücken durchgeführt – „von denen 80 Prozent komplett überflüssig sind und zwischen 30 und 45 Prozent nicht einmal den gewünschten Erfolg bringen“, so Dr. Martin Marianowicz, der renommierte Münchner Wirbelsäulenexperte.

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80 Prozent der Wirbelsäulenoperationen überflüssig

„Bei vielen Menschen sieht der Rücken auf dem Bild aus wie eine hastig verlassene Baustelle – verrutschte Bandscheiben, morsche Wirbel, enger Spinalkanal. Trotzdem haben sie keinerlei Beschwerden und leiden auch nicht unter Schmerzen – sie zu operieren ist medizinisch mehr als fragwürdig und dennoch ist das gängige Praxis.“

Handfeste wirtschaftliche Interessen bestimmen das System

„Die Existenz dieser schonenden Behandlungsformen sind kein Geheimnis, mittlerweile ist allgemein bekannt, dass nur in ganz seltenen Fällen – etwa bei auftretenden Lähmungserscheinungen – operiert werden muss“, fährt Dr. Martin Marianowicz fort. Dennoch steigen die Zahlen der chirurgischen Eingriffe stetig an. „Dahinter stecken handfeste und bedenkliche wirtschaftliche Interessen der Krankenhausbetreiber: Wir haben hierzulande eine Überversorgung mit Krankenhausbetten und OP-Kapazitäten, die ausgeschöpft werden müssen, damit der Betrieb ökonomisch arbeiten kann – und nicht zuletzt ist eine OP auch wesentlich lukrativer als die konservative Alternative.“ Eine Wirbelsäulenoperation bringt auf einen Schlag 12.000 Euro, so die Rechnung des Münchner Arztes. „Diesen gravierenden Systemfehler müssen wir endlich beseitigen, damit das Gesundheitswesen wieder seinen Namen verdient.“

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