Ratgeber Gesundheit | Übermäßiges Schwitzen – Tipps, die wirklich helfen

Ratgeber Gesundheit | Schwitzen ist etwas Normales. Allerdings gibt es dabei große Unterschiede: Während einige Menschen beinahe keinen Schweiß bilden und Geruch absondern, kann bei anderen Menschen das Gegenteil beobachtet werden. Medizinisch wird beim übermäßigen Schwitzen von Hyperhidrose gesprochen. In Beruf und Freizeit ist dies sehr lästig, da die Kleidung permanent Schweißflecken aufweist und die zu starke Schweißbildung oft von einem eher unangenehmen Geruch begleitet wird.

 

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Gründe für übermäßiges Schwitzen

Um gegen die Unannehmlichkeiten anzukämpfen, gilt es nicht unbedingt das Schwitzen selbst zu bekämpfen, sondern die Ursachen hierfür. Zu den bekanntesten Auslösern zählt Übergewicht. Jedoch gibt es weitaus mehr Gründe, warum Frauen oder Männer mehr schwitzen: ein ungesunder Lebensstil und eine nicht ausgewogene Ernährung, Burnout, Stress, Fieber, Alkoholkonsum, Wechseljahre und Schwangerschaft. Hormonelle Störungen können ebenfalls eine Ursache von Hyperhidrose sein. Um der Ursache auf den Grund zu gehen, sollte zusätzlich auf weitere Veränderungen und Symptome geachtet werden. Ist der Auslöser bekannt, kann durch die Behebung das Schwitzen teilweise auf ein Normalmaß reduziert werden. Dies ist jedoch nicht garantiert, sodass Ihnen die folgenden Tipps dabei helfen sollen, die intensive Schweißbildung und ihre Nebeneffekte erfolgreich zu bekämpfen.

Tipp 1: Die richtige Kleidung

Mit entsprechender Kleidung vermögen Sie Ihrem Körper ausreichend Luftdurchlässigkeit zu geben. Dieser Effekt ist bei Baumwolle (oder speziell behandelter Sportbekleidung) vorhanden. Dieses natürliche Material hat im Gegensatz zu Polyester den weiteren Vorteil, dass es saugfähig ist. Dadurch wird der Schweiß von der Kleidung aufgenommen und kann an die Umgebungsluft abgegeben werden. Empfehlenswert ist, dass Sie die Kleidung – vor allem die Unterwäsche und das T-Shirt – täglich wechseln, bei Bedarf sogar häufiger. Bei Schuhen sollten Sie ebenfalls darauf achten, dass sie luftdurchlässig und atmungsaktiv sind. Generell ist es von Vorteil, wenn Sie die Schuhe zwischen dem Tragen gut durchlüften und nicht zu lange am Stück tragen, um den Füßen zwischendurch barfuß eine Art Erholungsphase zu bieten. Zu eng anliegende Kleidung ist zu vermeiden, da sie zu Hitzestau und Scheuern auf der ohnehin gereizten Haut führen mag.

Tipp 2: Antiperspiranzien verwenden

Antiperspiranzien mit einer ähnlichen Funktion wie Deodorants sollten bei häufigem und übermäßigem Schwitzen verwendet werden. Die enthaltenen Inhaltsstoffe verengen die Schweißdrüsen und reduzieren auf diese Weise die Schweißbildung. In der Regel werden hierfür Aluminiumsalze eingesetzt. Für die Entfaltung der Wirkung ist eine Auftragung vor dem Schlafen empfohlen. In Form einer Salbe wird auf den Wirkstoff Methenamin gesetzt. Generell sollte die Verwendung mit einem Arzt oder Apotheker besprochen werden. Desodoranzien binden die Abbauprodukte der Hautbakterien und verhindern oder verringern die Bildung des Schweißgeruchs, jedoch nicht die Schweißmenge. Es ist eine kombinierte Verwendung beider Produkte sinnvoll.

Tipp 3: bestimmte Nahrung und Genussmittel vermeiden

Ein Verzicht auf zu scharfe und würzige Kost mag dabei helfen, den Schweißfluss etwas einzudämmen. Ebenso ist es vorteilhaft, wenn Sie Kaffee und Alkohol nur in geringen Mengen zu sich nehmen oder komplett darauf verzichten. Ausreichend Flüssigkeit – allen voran in der Form von Trinkwasser – ist wichtig, um den Flüssigkeitsverlust des Körpers auszugleichen.

Tipp 4: medizinische Behandlungen

Ärzte haben unterschiedliche Möglichkeiten, gegen das übermäßige Schwitzen anzugehen. Dabei ist zu beurteilen, wie stark ausgeprägt die Hyperhidrose ist. Eine Option ist die Behandlung mithilfe von Medikamenten. Die Wirkung zeigt sich nicht immer in vollem Umfang, und die Nebenwirkungen sollten nicht unterschätzt werden. Bei den Medikamenten handelt es sich um Antihidrotika. Ist das Schwitzen psychischer Natur wird hingegen auf Beruhigungsmittel gesetzt. Eine weitere Methode ist die Behandlung mit Botulinumtoxin (Botox). Der Wirkstoff wird den Nervengiften zugeordnet und kommt u. a. auch bei der Faltenbehandlung zum Einsatz. Er wird in die Handflächen und oder in die Achselhöhlen injiziert. An den jeweiligen Stellen blockiert er die Schweißbildung. Mehr zur Hyperhidrose-Behandlung kann bei den behandelnden Ärzten und Praxen erfragt werden. Um die Behandlung so angenehm wie möglich zu machen, werden die Stellen im Vorfeld mit einer betäubenden Salbe eingecremt. Direkt nach dem Eingriff können sie wieder nach Hause gehen. Die Behandlung wirkt jeweils für etwa sechs Monate. Um die Wirkung aufrecht zu erhalten, ist eine erneute Behandlung notwendig. Umfangreicher und schmerzhafter sind operative Eingriffe, bei denen die Schweißdrüsen entfernt werden.

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