Ratgeber Gesundheit | Krank melden … aber richtig

Ratgeber Gesundheit | Im letzen Jahr ist jeder Beschäftigte in Deutschland seinem Arbeitsplatz im Durchschnitt 18,9 Tage aufgrund von Krankheit ferngeblieben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). In Westdeutschland lag der Krankenstand mit fünf Prozent um 0,2 Prozentpunkte niedriger als in Ostdeutschland.

Die Abwesenheit wegen Krankheit ist dem Arbeitgeber unverzüglich mitzuteilen. Das ist im §5 Abs.1 Satz1 Entgeltfortzahlungsgesetz (EntgFG) geregelt. Dabei ist auch die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit mitzuteilen. Unverzüglich heißt: ohne schuldhafte Verzögerung und bedeutet sofort nach dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit. Ihrem Arbeitgeber müssen Sie Ihre Krankheit unverzüglich mitteilen – und zwar am ersten Krankheitstag bis spätestens 11 Uhr. Das hat das Bundesarbeitsgericht entschieden.

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Doch was ist mit Kurzzeiterkrankungen? Die gängige Praxis war lange Zeit: Wer sich angeschlagen fühlt, muss nicht sofort zum Doktor. Bis zu drei Kalendertage dürfen Angestellte ohne ärztlichen Beistand das Bett hüten – spätestens am vierten Krankheitstag jedoch muss dem Arbeitgeber ein Attest vorliegen. Allerdings legt das sogenannte Entgeltfortzahlungsgesetz auch fest: Der Arbeitgeber kann das Attest schon früher – also bereits zu Beginn der Krankheit – verlangen. Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat dies mit einem neuen Urteil (5 AZR 886/11) bestätigt. „Der Arbeitgeber hat das Recht, dieses Verlangen zu stellen, und er ist darin nicht an besondere Voraussetzungen gebunden“, begründete der Vorsitzende Richter Rudi Müller-Glöge das Urteil.


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Das ist vor allem deshalb wichtig, weil die Abwesenheit ansonsten als unentschuldigt gilt und eine unentschuldigte Abwesenheit ein Kündigungsgrund ist. Außerdem kann der Arbeitgeber, wenn die unverzügliche Krankmeldung und die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung nicht erfolgt, die Fortzahlung des Entgeltes verweigern. Verantwortlich für das Ankommen der Krankmeldung ist der Arbeitnehmer.

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