Ratgeber Gesundheit | Johanniskraut … Die Arzneipflanze

Ratgeber-GesundheitRatgeber Gesundheit |  Schon die alten Germanen erkannten die Vielseitigkeit des Johanniskrautgewächses und verehrten dieses als Lichtbringer. Ausschlaggebend dafür sind die goldgelben Blüten, die als Symbol der Sonne gelten und das Gemüt erhellen. Bekannt für seine positiven Effekte auf das menschliche Nervensystem, wird dem Allrounder nicht nur bei leichter Depression besondere Wirkung nachgesagt. Linderung bringt die Heilpflanze auch bei nervöser Unruhe, Schlafstörungen und entsprechenden Symptomen in den Wechseljahren. „Einsatz findet das Präparat als Tablette, Tropfen, Tee oder Öl“, weiß Daniel Scheel, Geschäftsführer von medizinfuchs.de, dem führenden Medikamenten-Preisvergleich im Internet. Allerdings sollten Betroffene nicht zu sorglos mit der Einnahme umgehen, denn Johanniskraut kann den Abbau bestimmter Arzneien beschleunigen und somit unwirksam machen.

Sanfter Stimmungsaufheller aus der Natur … Volkstümlich auch Johannis- oder Herrgottsblut genannt, sind insbesondere drei Inhaltsstoffe für die Wirkung verantwortlich: Hyperforin, Flavonoide und Hypericin. Letzterem verdankt die Pflanze ihren eigentümlichen Namen, denn beim Zerreiben der Knospen tritt eine rote, blutähnliche Flüssigkeit aus. Hyperforin und Hypericin haben ähnliche Wirkungen wie klassische Antidepressiva. Sie erhöhen als Tablette oder Hartkapsel die Konzentration der Botenstoffe Dopamin, Serotonin und Noradrenalin, die das Gehirn als Glückshormone freisetzt. Zusätzlich hemmen Hypericin und Flavonoide den Abbau von Serotonin, welches die positive Grundstimmung weiter verstärkt.

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Regelmäßig angewendet, reguliert Johanniskraut den Nervenstoffwechsel und stellt das Gleichgewicht der Botenstoffe wieder her. Allerdings setzt die Wirkung frühestens nach zwei bis drei Wochen ein. „In manchen Fällen berichten Betroffene erst nach vier bis sechs Monaten von nachhaltigen Erfolgen“, erklärt Daniel Scheel. Daneben soll die Einnahme den gestörten Schlaf-Wach-Rhythmus unterstützen, indem die Wirkstoffe das schlaffördernde Hormon Melatonin freisetzen und wieder eine gesunde Balance herstellen. Äußerlich findet der Tausendsassa als Öl Anwendung. Das sogenannte Rotöl hemmt Entzündungen und fördert die Wundheilung. Auf der Haut wirkt es beruhigend, was vor allem Menschen mit Neurodermitis zugutekommt.

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So vielfältig und positiv die Eigenschaften des Johanniskrauts auch sind, zeigen hochdosierte Präparate erhebliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln. Davon ausgenommen: niedrig dosierte Tees und Öle. Ab 600 Milligramm pro Tag kann es zu einem wesentlichen Abbau bestimmter Arzneien kommen, wodurch ihr eigentlicher Wirkstoff geschwächt wird. Hierunter fallen insbesondere die hormonelle Verhütung, bestimmte Herzmedikamente und Blutgerinnungshemmer. Andersherum verstärken die Inhaltsstoffe auch bestimmte Arzneien wie Antidepressiva oder Narkosemittel.

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„Wer also Johanniskraut zur Behandlung leichter Depressionen oder anderer Beschwerden nehmen möchte, sollte dies mit dem Arzt oder Apotheker abklären, um Wechselwirkungen auszuschließen“, betont Daniel Scheel abschließend.

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