Ratgeber Gesundheit | Intolerant bei Pasta und Co.

Ratgeber Gesundheit | Wenn nach dem Essen häufiger der Bauch schmerzt oder ein starkes Unwohlsein auftritt, liegt es nicht zwangsläufig an einem schlicht zu großen Appetit. Besonders in Verbindung mit weiteren Symptomen wie Durchfall kommt dann eine Lebensmittelunverträglichkeit als Auslöser in Betracht. „Generell lassen sich verschiedene Unverträglichkeiten gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln beziehungsweise Inhaltsstoffen unterscheiden“, erklärt Prof. (Univ. Chisinau) Dr. Dr. Stefan Hillejan, Phlebologe und Proktologe von der Praxisklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen in Hannover und Vorsitzender des Berufsverbands Qualifizierter Medizinischer Sachverständiger Deutschlands. „Zu den bekanntesten Substanzen, die bei Betroffenen Krankheitszeichen hervorrufen, gehören Laktose, Fruktose und Gluten.“ Abhilfe schafft meist nur ein Verzicht auf Lebensmittel mit entsprechenden Inhaltsstoffen.

Ratgeber GesundheitLebensmittelallergien unterscheiden sich in einem wichtigen Punkt von Nahrungsmittelintoleranzen. Bei Allergien, etwa gegenüber Nüssen, reagiert der gesamte Körper ähnlich wie bei einem grippalen Infekt: Er aktiviert das Immunsystem.

Dadurch kommt es zur Bildung von Antikörpern und es können Krankheitssymptome wie Brechreiz, Schnupfen oder gerötete Augen auftreten. „Bei Intoleranzen hingegen fehlt dem Körper ein Enzym zum Abbau eines bestimmten Stoffs“, weiß der Spezialist für Enddarmerkrankungen Prof. Hillejan. „Beispielsweise enthält Milch Laktose, eine Zuckerart, die erst durch das Enzym Laktase vom Körper aufgespalten und weiterverarbeitet wird.“ Betroffene bemerken nach dem Genuss von Milchprodukten Übelkeit, die häufig in Bauchschmerzen und Durchfall endet. „Zur Diagnosestellung eignet sich ein sogenannter Atemtest“, erläutert Prof. Hillejan. „Außerdem hilft es, über einen Zeitraum von etwa einem Monat ein Tagebuch zu führen und genau festzuhalten, wann und nach welchen Mahlzeiten Beschwerden auftreten.“ Dies bietet dem Experten einen ersten Anhaltspunkt, welche Nahrung zu Unverträglichkeiten führt.

Vergleichbar mit Milchzucker verhält es sich auch bei Fruktose. Hierbei handelt es sich um Fruchtzucker, der unter anderem in Obst und Gemüse vorkommt. Sofern die Vermutung besteht, dass eine Fruktoseintoleranz vorliegt, reicht es, zwei bis drei Wochen auf Zucker oder auch Säfte zu verzichten. Verschwinden die Symptome, liegt die Ursache oft auf der Hand.

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