Ratgeber Gesundheit | Diabetes im Alltag

Ratgeber Gesundheit |50plusRatgeber Gesundheit | Diagnose Diabetes: Das ist sicherlich keine gute Nachricht, trotzdem hat sie heutzutage einiges von ihrem Schrecken verloren. Natürlich müssen Menschen mit Diabetes sich jeden Tag ihrer Erkrankung entsprechend verhalten.

Doch die neuesten Erkenntnisse und Fortschritte in Therapie und Forschung haben dazu geführt, dass Betroffene heute einen (fast) normalen Alltag leben können – und dass die Einschränkungen durch den Diabetes auf ein Minimum reduziert werden können.

Ich habe Diabetes. Was passiert in meinem Körper?
Wir alle beziehen die Energie, die unser Körper benötigt, aus unserer Nahrung. Genauer: Aus der Glucose (=Traubenzucker), die wir über die Nahrung aufnehmen. Damit die Glucose, die durch den Stoffwechsel ins Blut gelangt, zu Energie umgewandelt werden kann, produziert die Bauchspeicheldrüse eines gesunden Menschen den Botenstoff Insulin, der die Zuckermoleküle in die Körperzellen transportiert. Normalerweise entsteht in der Bauchspeicheldrüse immer so viel Insulin, dass die Glukosemenge im Blut auf einem konstanten Level bleibt. Bei Menschen mit Diabetes besteht zwischen Blutzuckermenge und Insulinproduktion jedoch kein Gleichgewicht mehr: Der Botenstoff kann vom Körper nicht wirksam verarbeitet werden bzw. es wird nach einiger Zeit auch nicht mehr ausreichend Insulin gebildet (Typ-2 Diabetes). Der Grund für Diabetes kann allerdings auch eine Autoimmunerkrankung sein (Typ-1 Diabetes), bei der das Immunsystem die Betazellen der Bauchspeicheldrüse angreift, wodurch dort überhaupt kein Insulin mehr produziert werden kann.

Wenn die aufgenommene Glucose nicht mehr abtransportiert und in den Zellen zu Energie umgewandelt werden kann, verbleibt sie im Blut – der Blutzuckerspiegel steigt. Kurzfristige Folgen eines erhöhten Blutzuckerspiegels sind Erschöpfung, rapider Gewichtsverlust und ständiges Durstgefühl. Langfristige Folgen eines (unbehandelten) Diabetes können Nierenschwäche, Netzhautschäden und starke Durchblutungsstörungen bis hin zu Gefäßamputationen sein.

Ratgeber Gesundheit
Was bedeutet der Diabetes für meinen Alltag?
Für die Behandlung von Typ-2 Diabetes reicht zunächst oft eine Ernährungsumstellung aus, die bei Bedarf mit oralen Antidiabetika kombiniert wird. Menschen mit Typ-1 Diabetes jedoch bleiben ihr Leben lang auf eine künstliche Insulinzufuhr angewiesen, die mithilfe einer eines Pens oder einer Insulinpumpe erfolgt. Die am häufigsten angewandte Methode ist die „Intensivierte konventionelle Insulintherapie“ (kurz: ICT), bei der zweimal am Tag ein Basalinsulin mit Langzeitwirkung und jeweils zu den Mahlzeiten ein kurz wirkendes Insulin gespritzt wird. Da nicht nur eine Überzuckerung (Hyperglykämie), sondern auch eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) ernsthafte gesundheitliche Folgen, bis hin zu Bewusstseinsstörungen und Bewusstlosigkeit, verursachen können, sollten Menschen mit Diabetes ihren Blutzuckerspiegel mehrmals täglich kontrollieren. Auch zur Vermeidung der oben genannten langfristigen Folgen ist eine regelmäßige Blutzuckermessung notwendig.

Entlastung im Alltag: das Blutzuckertagebuch
Das A und O im Umgang mit Diabetes ist es, möglichst viel über den eigenen Körper herauszufinden: Je besser die Betroffenen einschätzen können, wie ihr Körper auf bestimmte Nahrungsmittel, körperliche Aktivität oder Stress reagiert, desto besser werden sie auch darin, die benötigten Insulinmengen richtig einzuschätzen. In der Regel sind sowohl Hyper- als auch Hypoglykämien Folgen eines bestimmten Verhaltens, einer Aktion oder des Lebenswandels. Ein zu hoher Blutzuckerspiegel kann beispielsweise durch Bewegungsmangel, zu kohlenhydratreiche Kost, durch seelischen Stress oder eine zu geringe Insulingabe entstehen. Ein zu niedriger Blutzuckerspiegel kann Folge einer vergessenen Mahlzeit, sportlicher Aktivität oder einer zu hohen Insulingabe sein.

Um herauszufinden, welche Aktionen welche Folgen auslösen, kann ein Blutzuckertagebuch hilfreich sein: Durch das gewissenhafte Eintragen von Messwerten, Mahlzeiten und Aktionen (z.B. Sport, Feiern gehen, Stress auf der Arbeit etc.), ist es möglich, Zusammenhänge zu erkennen und den Alltag möglichst optimal an den Diabetes anzupassen. Auch für den behandelnden Arzt stellt das Blutzuckertagebuch ein wichtiges Instrument dar, um etwaige Symptome besser einschätzen und einen entsprechenden Behandlungsplan erstellen zu können. Vorlagen für ein solches Tagebuch gibt es zum kostenlosen Download im Internet. Die professionellere Variante ist das digitale Tagebuch, das als App ganz einfach auf dem Smartphone installiert werden kann.

Mit freundlicher Unterstützung von Accu-Chek®

Die besten Ernährungsberater Deiner Stadt | Ratgeber Krankenkasse

Ratgeber Gesundheit

Gefällt mir  |  Gratis für Dich  |  ichdirdumir  |  Abnehmen  |  Entgiften  |  50plus

Gesundheit-Kundenmagazin-Wellness